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Klimapakt – jetzt erst recht!

WITO pflanzt trotz November-Lockdowns, wenn auch anders als geplant




Wegen des November-Lockdowns musste die vom WITO ins Leben gerufene Klimapakt-Initiative ihre geplante Pflanzaktion am Drasenberg kurzfristig umplanen. Eigentlich sollte der „Zukunftswald“ von Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen gepflanzt werden. Das lassen die aktuellen Corona-Maßnahmen nicht zu. Der WITO ist sich klar seiner Verantwortung gegenüber allen Beteiligten bewusst. Deshalb haben die Verantwortlichen für dieses Mal Profis damit beauftragt.

Die Initiative Klimapakt für Schlüchtern des Vereins für Wirtschaft und Tourismus WITO musste die Pflanzaktion am Drasenberg wegen des November-Lockdowns kurzerhand komplett umplanen. Gerd Neumann, WITO-Vorstandsmitglied und Mitbegründer des Klimapakts, betont: „Dass wir die Pflanzaktion komplett absagen, stand für uns nie zur Debatte. Wichtig war es deshalb, die Logistik entsprechend anzupassen. Denn der Klimaschutz behält auch während der Pandemie seinen wichtigen Stellenwert.“


Das ist gelungen: Denn trotz aller widrigen Umstände soll noch in diesem Jahr der Zukunftswald am Drasenberg entstehen, das Motto laute: Klimapakt – jetzt erst recht!


Ursprünglich sollte die brachliegende Fläche am Drasenberg von Schülerinnen und Schülern von Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, Stadtschule und Bergwinkel-Grundschule gemeinsam mit den am Klimapakt teilnehmenden Unternehmen gepflanzt werden. Damit wollen die Betriebe ihre nicht weiter reduzierbaren Emissionen kompensieren. Eine solche Aktion lassen die aktuellen Regeln aber nicht zu. Deshalb kümmern sich jetzt Profis der Forstbaumschulen Darmstadt darum. Von ihnen werden ohnehin die Bäumchen geliefert.


Für die Pflanzaktion hat die Initiative, in der auch die Stadt Schlüchtern aktiv beteiligt ist, noch weitere Kooperationspartner mit ins Boot geholt: So wird die Forstfläche von der Stiftung Kloster Schlüchtern bereitgestellt, das Forstamt Schlüchtern (Hessen Forst) und die Ökologische Forschungsstation (ÖFS) begleiten die Aufforstung aus wissenschaftlicher und fachlicher Sicht. Unterstützend beteiligt ist das Unternehmen Rhön Energie mit dem Grünstrom-Label und der Verkehrsgesellschaft. Das Unternehmen Gandayo begleitet die Entstehung des Zukunftswaldes visuell und macht regelmäßig Fotos und Videos.


Die folgenden sechs heimischen Baumsorten sollen Mitte Dezember von den Profis der Forstbaumschulen Darmstadt gemeinsam mit Forstamt und ÖFS gepflanzt werden: Speierling, Baumhasel, Elsbeere, Marone, Mostbirne und Walnuss. Diese Laubbäume gelten als besonders wärme- und trockenheitsresistent und liefern aus forstwirtschaftlicher Sicht später einmal besonders wertvolle Hölzer.


Gerd Neumann sagt: „Unglaublich gerne hätten wir den Zukunftswald wie geplant mit den jungen Menschen gepflanzt.“ So könne man die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auf eine erlebbare Weise nahebringen. „Eine emotionale Bindung an dieses lokale Projekt ist schließlich absolut erwünscht.“


Doch wichtig sei, dass die Aktion überhaupt stattfinde. Karl Friedrich Rudolf, Mitinitiator des Klimapakts, betont: „Der Zukunftswald ist schließlich eine Investition in unsere Zukunft.


Und außerdem: Mit einem einzigen Wald soll es ja längst nicht getan sein. Gerd Neumann verrät: „Für den nächsten Herbst, denn das ist nun mal die beste Pflanzzeit, haben wir schon eine weitere Forstfläche im Stadtwald Schlüchtern ins Auge gefasst.“ Dann – so die Hoffnung – werden die Bäumchen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gepflanzt.



Hintergrund zum Klimapakt für Schlüchtern:


Der Klimapakt für Schlüchtern ist eine Initiative des Schlüchterner Vereins WITO und existiert seit gut einem Jahr. Mehr als 20 Unternehmen sind schon dabei. Sie alle wollen ihren CO2-Fußabdruck verringern und langfristig klimaneutral werden.


Die Idee des Klimapakts: Die teilnehmenden Unternehmen am Klimapakt kompensieren ihre nicht weiter reduzierbaren Emissionen nach international anerkannten Regeln. Im Gegensatz zu anderen Klimaprojekten fließen die gesammelten Gelder allerdings nicht in ein Aufforstungsprojekt irgendwo in der Welt, sondern bleiben im Bergwinkel.


In diesem Jahr soll am Drasenberg ein „Zukunftswald“ entstehen. Global denken, lokal handeln – genau darum geht es beim Klimapakt. Die Aktion ist deutschlandweit einmalig. Interessierte Unternehmen können sich beim WITO melden.

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