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Im Focus Januar: La Berg-Bergrestaurant

„La Berg – Bergrestaurant“ mit musikalisch hergestelltem Teig und Original-Zutaten aus Südeuropa


Von Ulrich Schwind

Die einen lieben an diesem schönen Fleckchen Erde die unberührte Natur. Die anderen schätzen die kulinarischen Genüsse. Und wieder andere das einzigartige Ambiente. Allen gemein ist: Sie sehen das Bergrestaurant in Hutten-Heiligenborn als echten Geheimtipp in der Region.

„La Berg – Das Bergrestaurant“, wie die Lokalität seit Kurzem heißt, besticht durch sein besonderes italienisches Flair. Kein Wunder, schließlich stammt der Chef Flavio Cavalli aus der Metropole Mailand.

Nach verschiedenen Stationen – so betrieb der 39-Jährige auch ein Restaurant im Aosta-Tal am Fuße des

Matterhorns – kam er Anfang November 2019 in das Schlüchterner Land, wo er das Restaurant in der Nähe des bekannten Campingplatzes übernahm. Mit im Team ist in der Küche sein Landsmann Fabio Benyajjane, ein gelernter Pizzabäcker, und im Service Ann-Julie Petsch.

Schon allein die Herstellung des Teiges wird regelrecht zelebriert - ausschließlich in Handarbeit ohne maschinelle Hilfe. Hefe findet dabei keine Verwendung. Zwei bis drei Tage bevor der Teig zum Pizzaboden wird, verarbeitet Fabio Benyajjane die Zutaten zu Bällchen. Und das bei klassischer Musik. Während aus der

Musikbox beispielsweise „Der Barbier von Sevilla“ oder „Die Hochzeit des Figaro“ ertönt, knetet und formt der Koch das Grundmaterial. „Ich bin mir sicher, dass das musikalische Beiwerk positive Energie in den Teig bringt“, schwärmt Flavio Cavalli.

Grundmaterial ist dabei ein mit Stein gemahlenes Bio-Mehl direkt aus Italien. Ohnehin bezieht der 39-Jährige außer dem frischen Gemüse sämtliche Zutaten aus dem südeuropäischen Land von überwiegend kleinen Betrieben. Beispielsweise die Tomatensoße aus Neapel, die extra für neapolitanische Pizza zertifiziert ist.

Manche Zutat für den Belag mag für den deutschen Gaumen außergewöhnlich, aber dennoch sehr lecker sein, so Scarmoza – ein Kuhmilchkäse, der mit heißem Wasser überbrüht wird, und der Bresaola, ein luftgetrockneter Rinderschinken. Oder das frische Pesto von einer kleinen Firma in Genua. Der Parmaschinken wird direkt aus Parma importiert, der Käse von italienischen Almen.

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis neben den ausgewählten Zutaten ist der äußerst dünn ausgerollte Teig. Und die Größe, die immerhin rund 36 Zentimeter misst. Ohne Form wird die Pizza gebacken. Und zwar in einem nagelneuen Ofen – natürlich aus Italien. Bei sage und schreibe 500 Grad. Das heißt, sie „schaut mal kurz vorbei“. Eine Minute. Dann ist sie fertig. Nicht durch langes Backen trocken, sondern knusprig und saftig. Die üblichen Öfen in Deutschland würden lediglich mit rund 200 Grad arbeiten, sagt der Chef. „Unsere Pizza ist wirklich eine original italienische Pizza“, ist Flavio Cavalli stolz. „Da ist nichts eingedeutscht.“

Daneben gibt es auch noch eine leckere Auswahl an Antipasti, so beispielsweise Bruschetta, Büffelmozzarella und Vitello Tonnato. Dazu werden gepflegte Getränke gereicht. Die Spirituosen sind zu 99 Prozent Bio-Produkte. Die Weine stamm