Im Focus Juli: APT Prothesen Osthessen

Kompetente Begleitung für ein Leben mit Prothese: Stefan Kaempffe sorgt mit „APT Prothesen Osthessen“ für mehr Lebensqualität / Umfassende Beratung wichtig


Von Ulrich Schwind

Wenn einem Menschen ein Körperteil amputiert werden muss, ist das ein gewaltiger Einschnitt in sein Leben. Um die Folgen möglichst gut mit einer Prothese abzumildern, ist ein versierter Orthopädietechnikermeister eine große Hilfe. So einer wie Stefan Kaempffe. „Eine Prothese ist ein sehr komplexes Thema. Daher investiere ich sehr viel Zeit, um das Bestmögliche für den Patienten zu erreichen“, sagt der 31-Jährige.

Seit August 2019 ist Stefan Kaempffe selbstständig und in der Weitzelstraße 5, direkt gegenüber der Synagoge, ansässig. Sein Handwerk hat er von der Pike auf gelernt. Zunächst absolvierte er erfolgreich die Ausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker. Anschließend arbeitete er als Geselle bei der Firma „APT Prothesen“ im Westerwald, bevor er die Meisterschule besuchte.

Dem Unternehmen ist er treu geblieben, denn APT ist ein Franchise-Unternehmen. Unter seinem Dach hat der 31-Jährige in seiner Heimatstadt Schlüchtern das Unternehmen „APT Prothesen Osthessen“ gegründet, das Kunden von Bad Hersfeld bis Hanau versorgt – und teilweise darüber hinaus.

Er möchte, dass die Betroffenen trotz Handicap weiter aktiv ihr Leben gestalten und genießen können. Deshalb setzt er alles daran, die Prothesenlösung zu bieten, die den Einzelnen optimal dabei unterstützt. Und er ist gerne Bindeglied zwischen Ärzten, Physiotherapeuten und Krankenkassen.

Dazu nimmt er sich Zeit, viel Zeit, den Kunden und ihre individuellen Bedürfnisse und Anforderungen genau kennenzulernen. Da kann ein Erstgespräch schonmal zwei Stunden dauern. Der Anfang eines intensiven Kontaktes und Basis für ein gutes Vertrauensverhältnis. Die komplette Neuversorgung mit einer Prothese erstreckt sich meist über fünf bis sechs Termine. Auch später kommen die Kunden zweimal im Jahr zur Überprüfung vorbei.

In der praktischen Umsetzung sind Arbeitsschritte wie ein Gipsabdruck, das Modellieren eines Gipsmodells, die Herstellung eines Probeschafts mit mehreren Anproben sowie eines Definitivschafts aus Karbon nötig. Viel Handarbeit, die große Erfahrung, Fachwissen und Talent voraussetzen. Schließlich geht es im Detail um Millimeter, die über eine gute und bequeme Passform entscheiden.

APT ist bestens mit Krankenkassen sowie Ärzten, Therapeuten, Sportvereinen und Trainern vernetzt. So sichert das Unternehmen eine umfassende und kompetente Begleitung für ein Leben mit Prothese. Und der Kunde ist stets Teil dieses Teams. „Wir bauen, was perfekt zu dem Menschen passt“, betont Stefan Kaempffe. Ganz entscheidend für ein erfolgreiches Wirken sind die körperlichen Voraussetzungen und die Motivation des Prothesenträgers.

Es macht keinen Sinn, eine Prothese nach „Schema F“ aus dem Lehrbuch aufzubauen, ohne die speziellen Gegebenheiten des Amputierten mit zu berücksichtigen. Vielmehr muss der amputierte Mensch genau dort „abgeholt“ werden, wo er sich gerade innerhalb seines „Prothesenalltages“ befindet. Hier spielt es keine Rolle, ob es sich um einen „frischamputierten“ oder einen „erfahrenen amputierten“ Menschen handelt.

Zunächst geht es darum, den Kunden ausführlich aufzuklären. Häufig informieren sich Prothesenträger gerne in Internetforen oder auf den Seiten der Passteilanbieter. Wie so oft finden sie im Netz die sogenannten „Halbwahrheiten“, die wiederum in den meisten Fällen zu großen persönlichen Enttäuschungen führen. Denn nicht alles, was das „Netz“ beziehungsweise die Industrie verspricht, gilt tatsächlich für jeden amputierten Menschen. Häufig ist die Mobilität grundsätzlich eingeschränkt, beispielsweise aufgrund von fehlender Muskulatur, schwierigen Stumpfverhältnissen oder auch schwierigen Wohnsituationen (Treppenstufen, keine öffentlichen Verkehrsmittel). „Unser Ziel ist es immer, APT-Kunden mit unserer Hilfe wieder mobiler und somit aktiver zu machen.“

Die Prothese ist so aufgebaut, wie es der aktuelle Zustand des Anwenders erlaubt. Entscheidende Faktoren hierfür sind: Muskulärer Gesamtaufbau des Amputierten, koordinatives Handeln, Lernf