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PACO produziert hochpräzise Metalldrahtgewebe und Filterelemente

Ein Unternehmen von Weltrang

Von Ulrich Schwind

Von Steinau und Schlüchtern in die ganze Welt… Die Firma Paul & Co. (PACO) hat sich mit ihren technisch ausgereiften und hochwertigen Produkten rund um den Globus einen sehr guten Namen gemacht. PACO steht für eine Gruppe von Unternehmen, die gemeinsam zu den weltweit führenden Anbietern von Produkten und Lösungen aus hochpräzisen Metalldrahtgeweben zählen. Trotz dieser globalen Bekanntheit ist die Firma ein Familienunternehmen mit engen Mitarbeiter- und Kundenbindungen geblieben.

Basis der Herstellung von Metalldrahtgeweben ist klassisches Handwerk. Damit Hightech-Produkte daraus werden, gehört modernste Fertigungs- und Veredlungstechnologie dazu. Diese wird in den eigenen Abteilungen Entwicklung und Maschinenbau realisiert. PACO-Qualität genießt damit ein Alleinstellungsmerkmal. Das Spektrum für Metalldrahtgewebe ist sehr umfassend. So messen die Durchmesser der eingesetzten Drähte unglaubliche 0,015 Millimeter, das entspricht etwa einem Fünftel des menschlichen Haares. Verwebt werden vorwiegend Edelstähle, aber auch Bunt- und Leichtmetalle verarbeitet. All dies kann noch in unterschiedlichen Webarten miteinander kombiniert werden. Ebenso vielfältig sind die Techniken der Weiterverarbeitung wie Drehen, Fräsen, Stanzen und Schweißen.

Zusätzlich zu Geweben dienen als Filtermedien auch Metallfaservliese, Gewebelaminate, Spaltfilter, Lochbleche und Streckgitter, die zu Filterelementen konfektioniert werden.

Die Gesamtzahl der Produkte ist immens und liegt im Tausenderbereich. Der Großteil der Artikel wird individuell nach Kundenwünschen produziert – als einzelner Prototyp bis hin zu Automatenteilen mit einer Stückzahl im Bereich Hunderttausend.

Die Gewebe werden entweder als Rollen, Streifen oder Zuschnitte an Kunden verkauft oder intern weiter konfektioniert. Daraus entstehen Filterelemente oder Siebe für unterschiedlichste Einsatzzwecke. Die meisten Produkte begegnen den Menschen nicht direkt, da sie keine Konsumgüter, sondern in technischen Anlagen verbaut sind.

Der Großteil der Produkte sind Verfahrensprodukte, die unauffällig ihre Arbeit verrichten. „Je unauffälliger, desto besser“, betont Geschäftsführer Garvin Ruppel. Und erläutert weiter: „Jede Flüssigkeit, jedes Gas wird irgendwann gefiltert.“ PACO-Drahtgewebe filtern beispielsweise Öle, Gase, Wasser, Abwasser, Brennstoffe, teilweise Pulver, Kunststoffschmelzen, Kühlschmierstoffe bis hin zu Nahrungsmitteln wie Bier, Wein oder Kakao. Besonders bemerkenswert sind Produkte, die in der Luft- und Raumfahrttechnik eingesetzt werden – so zum Beispiel im Mars Rover.

Mit den Produkten liefert das Steinauer Unternehmen auch einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit, was seit jeher ein großes Anliegen im Hause ist, erklärt

Laura Ruppel, Schwester des Firmenchefs und Assistentin der Geschäftsleitung. Schon der Grundgedanke eines Filtermediums ist es, die Belastungen für die Umwelt zu reduzieren, störende Elemente zu entfernen. Außerdem werden Siebe und Filter beispielsweise aufgearbeitet und damit für weitere Einsätze recycelt, Wegwerffilter überflüssig gemacht.

Neben traditionellen Bereichen wie der Chemie ist die Firma stark in Zukunftsmärkten engagiert: Es stehen neue Technologien verstärkt im Focus, beispielsweise Elemente zur Filterung von Mikroplastik oder zur Erzeugung von Wasserstoff – teilweise in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut.

Hauptabsatzmärkte sind Deutschland und Europa, aber auch Nordamerika und der mittlere Osten. Doch eigentlich sind PACO-Produkte weltweit zu finden.

Und warum ist ein solch globales Unternehmen Mitglied im Schlüchterner WITO? Weil es hier vor Ort etwas für Mensch und Umwelt bewegen will. So ist die Firma mit dabei im Klimapakt, kompensiert seinen CO₂-Verbrauch und unterstützt die Maßnahmen zum Klimawald.


Großer Ausbilder mit Zukunftschancen


Die Firma PACO ist ein Familienbetrieb - sowohl die Inhaberfamilie als auch einige Mitarbeiter sind inzwischen in dritter Generation aktiv.

In dem Unternehmen gibt es interessante, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Berufsbilder, speziell im technischen Bereich mit Produktentwicklung, Anlagen- und Werkzeugbau sowie Automatisierungstechnik. Ein Bedarf an Facharbeitern ist dauerhaft gegeben – speziell mit Blick auf die kommenden zehn Jahre, in denen es altersbedingt zahlreiche Abgänge geben wird.

Deswegen kommt traditionell der Ausbildung ein hoher Stellenwert zu. Unter der Regie der engagierten Personalleiterin Laura Jäger geht PACO aktiv auf junge Menschen zu, um Interesse für das Unternehmen und die immerhin acht Ausbildungsberufe (Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker/in, Werkzeugmechaniker/in, Elektroniker/in

Betriebstechnik, Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Montagetechnik, Produktionsmechaniker/in Textil sowie Maschinen- und Anlagenführer/in Schwerpunkt Textiltechnik) sowie drei Studiengänge (Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik) zu wecken. Denn wer weiß schon, wie interessant beispielsweise eine Ausbildung zum Weber verläuft? Ein weiterer wichtiger Teil der Personalarbeit ist die Weiterentwicklung ausgewählter Mitarbeiter in Richtung fachlicher Zusatzqualifikationen oder Führungsaufgaben.

Die Firma pflegt zahlreiche Partnerschaften mit Schulen in der Region und präsentiert sich dort regelmäßig. Bei dem Zusammenschluss von sieben Unternehmen aus der Region für die „Nacht der Ausbildung“ sowie der zeitnah anstehenden Bergwinkel-Ausbildungsbörse in der Halle Am Steines in Steinau am Samstag, 13. Mai, verfolgt PACO das Ziel, Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu gewinnen, indem das Unternehmen den Schülern und Eltern Einblicke in die facettenreiche Welt der Metalldrahtgewebe und die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten gibt.

Die Philosophie des Unternehmens ist es, sich um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kümmern. So werden verschiedenste Zusatzleistungen für Mitarbeiter wie ein Firmen-Fahrrad-Leasing, ein Kindergartenbetreuungs-Zuschuss und eine Prämie „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ angeboten.

Insgesamt arbeiten an den fünf Standorten Steinau (Auf der Hohle und Im Poppen), Schlüchtern-Herolz, Schlüchtern-Innenstadt und Lich rund 335 Beschäftigte.

Bewerbungen sind möglich unter bewerbung@paco-online.com oder ausbildung@paco-online.com.

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